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Abseits der Ringstraße Islands - Reykjanes

Seltún - Reykjanes

Island als Reiseland hat sich bewährt, auch weil es durch die Ringstraße, die einmal um die Insel führt, so einfach ist, sich sehr viele Regionen der Insel anschauen zu können. Und das ohne Wege doppelt zu fahren. Abseits der Ringstraße findet man aber Gegenden, die nicht weniger Reiz haben, besucht zu werden. Und gerade für Wiederholungsreisende oder diejenigen, die das Besondere suchen, sind die abgelegenen Regionen von besonderer Strahlkraft. Heute nehmen wir euch mit auf unseren Streifzug über die Halbinsel Reykjanes

Góðan daginn liebe Island-Verrückte,

hier setzen wir das erste Mal unseren Fuß auf die Insel: Reykjanes. Oftmals zur Durchreise verdammt, führt die Straße Reykjanesbraut direkt vom Flughafen zur Hauptstadt Reykjavik und wird deshalb nicht selten links liegen gelassen. Doch zu Unrecht! 

Vom Auto oder Bus aus kann man schon erahnen was diese Halbinsel ausmacht: Lavafelder so weit das Auge reicht, Kegelvulkane, geothermale Quellen. Der Grund: diese Region liegt direkt über der Bruch- und Riftzone der eurasischen und amerikanischen Kontinentalplatten. Und hier zeigen sich diese Kontinentalplatten das einzige Mal auf der Welt über der Meeresoberfläche. Da sie sich jährlich ca. 2 cm voneinander weg bewegen, kommt es hier oft zu Erdbeben. Die meisten von ihnen merkt man allerdings nicht. So entstanden zum Beispiel die Geothermalfelder von z. B. Seltún und Gunnuhver. In den letzten Jahren wurden hier Parkplätze und befestigte Wege angelegt, sodass man mitten durch gehen kann, ohne sich die Füße zu verbrennen.

Nicht weit vom Geothermalfeld Seltún entfernt findet man den Grænavatn, den grünen See und den Kleifarvatn. Gerade letzterer ist durch sein Ufer aus Vulkangestein und schwarzem Sand besonders schön anzuschauen. Vielleicht entdeckt ihr ja das Seeungeheuer, welches in diesem See sein Unwesen treiben soll. 

Wenn man von dort Richtung Grindavik fährt, den kleinen Fischerort hinter sich lässt und auf der 425 weiterfährt, kommt man zum Geothermalgebiet Gunnuhver. Hier ist Islands heißeste Stelle, wo in 1000 m Tiefe eine Temperatur von 300°C gemessen wurde. Wozu diese Energie in Island genutzt wird, sieht man nicht weit entfernt an großen Kraftwerken, die Strom für die Insel erzeugen. Auch die Blaue Lagune ist ein Erzeugnis eines solchen Kraftwerkes, dessen geothermales Wasser aus der Tiefe gepumpt und zur Energiegewinnung genutzt wird.

Auch abseits dieser Sehenswürdigkeiten gibt es auf der Halbinsel viel zu entdecken, zum Beispiel auf den Wanderwegen im Lavafeld rund um den sehr markanten Berg Keilir. Diesen 378 m hohen Berg kann man ebenfalls innerhalb 2-3 Stunden besteigen und wird mit einem 360° Rundumblick auf die atemberaubende Lavalandschaft von Reykjanes belohnt. Aus der Richtung Reykjavik kommend braucht man ungefähr eine halbe Stunde mit dem Auto, einfach in Richtung Flughafen fahren und dann den Schildern Richtung Keilir folgen. Selbst von Reykjavik aus kann man oft die Silhouette des Kegelvulkans sehen.

Wer mit dem Allradfahrzeug unterwegs ist, der kann sich auch noch weiter abseits der Hauptstraße bewegen, indem ihr die Straße 428 nehmt, die abseits des Kleifarvatn durch Lavafelder führt. Holprig aber wunderschön und einsam. Natürlich kann man die Strecke auch wandern. 

Schaut euch gern auf den Seiten von Visit Reykjanes um, dort findet ihr noch mehr Sehenswertes!

Wie ihr merkt, gibt es bereits nach Ankunft auf der Vulkaninsel viel zu entdecken, ohne dass man weit fahren muss. Deshalb empfehlen wir: lasst Reykjanes nicht links liegen!

Lasst uns gern wissen, welcher eurer Lieblingsplatz in Island ist. 

Við sjáumst, liebe Nordland-Freunde, Euer contrastravel-Team

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