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Island und der Grand Prix

Hallgrimskirkja - Reykjavík

Island hat eine starke Verbundenheit zur Musik. Da verwundert es nicht, dass sie auch zum Eurovision Song Contest ihre vermeintlich besten Songs und Künstler schicken. Nun ist es am kommenden Sonntag wieder so weit, denn zum 63. Mal findet der sogenannte ESC, diesmal in Lissabon statt. Bis zuletzt hat Island für ihren Beitrag von Ári Olafsson mitgefiebert, der aber am gestrigen Dienstag beim 1. Halbfinale ausgeschieden ist. Dennoch finden nächsten Samstag über ganz Island verteilt Public Viewings statt oder wird kurzerhand privat im eigenen Wohnzimmern den musikalischen Ergüssen der europäischen Nachbarn gefrönt ...

Góðan daginn liebe Nordland-Freunde, 

Im Jahre 1956 dachten sich die Leute von der Europäischen Rundfunkunion, dass es eine gute Idee wäre, einen Musikwettbewerb zwischen den europäischen Ländern auszutragen. Teilnahmeberechtigt sind die Länder, die Mitglied dieser Rundfunkunion sind. Seitdem findet der Grand Prix Eurovision de la Chanson jährlich im Land des Vorjahresgewinners statt. Ob die dargebotenen Musikrichtungen jedermanns oder jederfraus Geschmack treffen, sei mal dahin gestellt. Fest steht, dass die Übertragung des Finales weltweit mittlerweile über 200 Millionen Zuschauer erreicht. Und auch in Island gibt es eine große ESC-Fanbase, für die es jedes Jahr nur ein Highlight gibt: die Vorentscheide im Land selbst, die Halbfinale im Austragungsland und wenn sie es schaffen, das Finale selbst. Public Viewing, Privatparties oder auf der Couch im Wohnzimmer: Der ESC gehört zu Island, wie Schaf und Pferd. 

Island ist erst seit 1986 Teil des Eurovision Song Contest, da es bis dahin technisch nicht möglich war, die Datenfernübertragung nach Island zu gewährleisten. Beim ESC im norwegischen Bergen traten Sie dann das erste Mal auf, doch der Song von Icy „Gleðibankinn“ erreichte nur den letzten Platz. 

Island ist seit 30 Jahren mit dabei, hat es davon 24 Mal ins Finale und davon fünf Mal unter die ersten zehn Plätze geschafft. Seit es die Halbfinale gibt, schaffen es die von Island in die Auswahl gebrachten Interpreten und Songs nicht immer in die letzte Runde. Die isländische Sängerin Selma erreichte 1999 mit „All out of luck“ mit dem 2. Platz die erste beste Platzierung für das Land. Der Song passte perfekt in den 90er Sound und sie sah ein bisschen aus wie Whigfield. Zehn Jahre später wiederholte sich diese Platzierung mit Yohanna und ihrem Song „ Is it true?“. Doch seitdem hatten sie nicht mehr so viel Glück. Zuletzt schafften sie es 2014 mit der Spaßband Pöllaponk und deren Song „No Predudice“ das Hauptfinale und erreichten, wie wir finden unberechtigt, den 15. Platz. Nun sind sie das letzte Land, das am längsten auf seinen ersten Sieg wartet. 

Der diesjährige Interpret Ári Olafsson gewann überraschend den Vorentscheid in Island und ist dort aus der TV-Show „The Voice of Iceland“ bekannt. Geschafft hat er es allerdings nicht, übers 1. Halbfinale hinaus zu kommen. Aber für die anderen drücken wir die Daumen. Möge der beste gewinnen!

Schaut ihr euch den Eurovision Song Contest an? Für wen drückt ihr die Daumen?

Góða skemmtun, liebe Island-Freunde! Euer contrastravel-Team!

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