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Musikfestivals in Island - Iceland Airwaves

Junius Meyvant - Iceland Airwaves - Reykjavik

In Island spielt in der kommenden Woche wieder die Musik die Hauptrolle! Denn das Iceland Airwaves Musikfestival zieht in den Wintermonaten neben nationalen Künstlern auch sehr viele internationale Musiker, Gäste und Presse in seinen Bann. Und Island füllt so auch in der Wintersaison seine Straßen …

Góðan daginn liebe Nordland-Freunde, 

historisch gesehen, hat es in Island niemals nicht Musik gegeben, gehört sie wie überall auf der Welt zur Kultur dazu. Und so verwundert es auch nicht, dass es zahlreiche Musikfestivals auf der Insel gibt, dessen Einwohnerzahl ungefähr so groß ist wie die der Landeshauptstadt von Schleswig Holstein. Mit Abstand das bekannteste Festival dürfte das Iceland Airwaves sein, welches immer zwischen Ende Oktober und Anfang November stattfindet. 

Vor fast zehn Jahren startete das Iceland Airwaves mit den Hauptsponsoren Icelandair und City of Reykjavik. Anfangs traten die wenigen Bands in einem Flugzeughangar des Stadtflughafens Reykjavik auf. Doch schnell wuchs die Idee, das Festival auf die ganze Stadt auszuweiten und so viel mehr Konzerte auf mehrere Bühnen verteilen zu können. Neben den Festivalbühnen wurde außerdem ein Off-Venue-Programm entwickelt, welches kleinere kostenlose Konzerte von kleineren Bands in Hostels, Restaurants oder Bars beinhaltete. So konnten auch all die Bands untergebracht werden, die sich jährlich für das Festival bewarben. 2017 gab es zusätzlich erstmals auch Konzerte in Akureyri, im Norden der Insel, um auch die Isländer oder Reisenden dort für das Festival gewinnen zu können. In der Zwischenzeit ist das Iceland Airwaves vor allem bei der Presse bzw. internationalen Labels und Musikscouts sehr beliebt geworden. Viele Bands die auf dem Festival entdeckt wurden, spielten im folgenden Jahr auf internationalen und großen Bühnen. 

Eine der wichtigsten Off-Venue-Spielorte ist das KEX Hostel, in dem jedes Jahr Bands 20 bis 30 minütige Auftritte in deren Restaurant geben. Aufgenommen werden die meisten dieser Konzerte vom Radiosender KEXP Seattle, der sie nicht nur live im Radio überträgt sondern auch filmisch in Szene setzt. So kann man sich die Auftritte immer und immer wieder anschauen. In der Vergangenheit sind vor allem die Auftritte im KEX Hostel der international erfolgreichen Band Of Monsters and Men, der isländischen GusGus und Sóley. Ein besonderes Schmankerl ist, dass meist pro Tag auch 1-2 Songs in einem der Schlafsäle aufgenommen werden.

Wer sich das Live-Up des Festivals anschaut, findet schnell heraus, dass vor allem auch isländischen Bands die Möglichkeit gegeben wird, ihr Repertoir auf die Bühne zu bringen. Neben den bekannteren Namen wie Sígur Rós, Ólafur Arnalds, Retro Stefson, Júniús Meyvant, Kaleo, Emiliana Torrini, Ásgeir und FM Belfast, fallen auch Namen wie Reykjavikurdætur, Futuregrapher, Máni Orrason, Mr. Silla, Pink Street Boys, Valdimar, VAR und Hermingarvill. Dabei wird kein Genre ausgelassen. 

Die internationalen Gäste lesen sich wie das Who-is-Who der Indieszene: Suede, Fat Boy Slim, Flaming Lips, The Hives, Kaiser Chiefs, Biffy Clryro, Vampire Weekend, Kings of Convenience, Hercules and Love Affair, Yo La Tengo, The Knife, The War on Drugs und Warpaint

Vor zwei Jahren wollten sich die damaligen Produzenten und Promoter Iceland Music Export auf die Wurzeln zurückbesinnen und entschieden sich für ein abgespecktes Off-Venue-Programm und die Harpa als einen der Hauptorte des Festivals aus dem Programm zu nehmen. Nun, nach Produzentenwechsel finden die Konzerte nur noch vereinzelt in der Harpa und zwischen dem wunderschönen Iðno, dem alten Kino Gamla Bío, Reykjavik Art Museum, National Theater of Iceland, Húrra, Gaukurinn und der Fríkirkjan statt.

Wer musikbegeistert ist und unbedingt mal nach Island möchte, sollte sich das Iceland Airwaves merken, denn die Stadt befindet sich in der Zeit in einem Ausnahmezustand. An allen Ecken spielen Musiker in Cafés, an Straßenecken, trifft man Musikbegeisterte in den Hostels, auf Konzerten oder auf den Ausflügen in die Umgebung. Dieses spezielle Flair unter den Augen der meist bereits mit Schnee bedeckten Esja ist ein Erlebnis, das man so schnell nicht vergessen wird. Und wer weiß, vielleicht kommt man in den Folgejahren ja schon wieder oder stattet der Insel dann im darauffolgenden Sommer einen Besuch ab. 

Wart ihr auch schon einmal auf einem Musikfestival in Island? Erzählt uns gern auf welchem und ob es euch gefallen hat. 

Verið blessuð liebe Nordland-Freunde, Euer contrastravel-Team

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