Reisetipps Island: Ost-Island

Fljótsdalur - Ost-Island

Weiter geht es mit dem Osten der Vulkaninsel, einer Region, die vor allem wegen der ruhigen Ostfjorde beliebt ist. Aber die Abgeschiedenheit vieler Orte heißt nicht, dass es hier nichts zu entdecken gäbe …

Góðan daginn liebe Nordland-Freunde, 

obwohl auch der Osten Islands eher mit Entspannung als mit Abenteuer assoziiert wird, ist es hier keineswegs langweilig. Vielerorts sind noch immer Spuren der Vergangenheit zu entdecken und es gibt viele Museen zu diesem Thema, aber auch Liebhaber moderner Kunst kommen auf ihre Kosten …

Museen und Ausstellungen:

Skaftfell – Dieses Zentrum für bildende Kunst wurde 1998 von der Künstlergruppe Skaftfell in Seyðisfjörður gegründet. Seither werden dort Workshops mit Schülern und Residenzprogramme für nationale und internationale Künstler angeboten. Es gibt wechselnde Ausstellungen im Hauptgebäude und einer dazugehörigen Galerie, auf Führungen kann man auch das Haus des isländischen Künstlers Ásgeir Jón Emilsson besichtigen. Wer Kunst in der Natur erleben möchte, kann einen kurzen Spaziergang von der Brimberg-Fischfabrik aus zum Tvísöngur unternehmen. Der Künstler Lukas Kühne hat mit dieser begehbaren Skulptur visuelle Gestaltung mit Tönen verbunden – Besucher können durch Singen in den Innenräumen ein besonderes Klangerlebnis erfahren. Austurvegur 42, 710 Seyðisfjörður 

Skriðuklaustur – In der Nähe von Egilsstaðir findet man dieses Kulturzentrum, wo für jeden etwas Interessantes dabei ist. Von einer Aussichtsplattform aus kann man die ausgegrabenen Ruinen eines Augustinerklosters bestaunen und anhand von Erklärungen sogar die Funktion der einzelnen Räume erfahren. Das Gunnarshús ist ebenfalls eine Besichtigung wert, denn das Gebäude wurde vom deutschen Architekten Fritz Höger nach dem Vorbild europäischer Gutshöfe entworfen und steht in Kontrast zur typisch isländischen Bauweise. Fritz Höger und den Besitzer des Hofes, Gunnar Gunnarsson, verband eine langjährige Freundschaft und die Leidenschaft zum Dichten, daher wird das Gunnarshús auch „Dichterhaus“ genannt. Teile des Hauses und eine Ausstellung über Gunnar Gunnarsson können besichtigt werden. – von Egilsstaðir aus der Ringstraße Richtung Süden folgen, weiter auf der Straße 931; am Ende des Lagarfljót nach links auf die Straße 933 wechseln und dieser 5 km bis zum Skriðuklaustur folgen.

Minjasafn Austurlands – Dieses kleine Museum bietet einen Einblick in das Leben in den Ostfjorden. Eine Ausstellung widmet sich den Rentieren, die es auf Island nur hier gibt. Eine weitere stellt das historische Landleben der Region vor. Umgeben von Alltagsgegenständen fühlt man sich fast selbst in die Zeit zurückversetzt, als diese noch in Gebrauch waren. Laufskógar 1, 700 Egilsstaðir 

Restaurants und Cafés:

Café Nielsen in Egilsstaðir – Dieses Lokal befindet sich im ältesten Haus des Orts. Es wurde 1944 vom Dänen Oswald Nielsen erbaut und seither erhalten. Heute beherbergt es ein Café und Restaurant, auf dessen Karte für jeden etwas zu finden ist. Auch die regionale Spezialität Rentier wird angeboten. Tjarnarbraut 1, 700 Egilsstaðir 

Klausturkaffi – Bei einem Besuch des Skriðuklaustur sollte man sich das Buffet im Klausturkaffi nicht entgehen lassen. Liebevoll zubereitete landestypische Speisen, sowohl süß als auch herzhaft, werden hier angeboten. – im Untergeschoss des Gunnarshús beim Skriðuklaustur 

Randulf’s Sea House in Eskifjörður – Ursprünglich eine Unterkunft für Seeleute, ist Randulf’s Sea House heute ein Restaurant und ein Museum zugleich. Während sich der urig eingerichtete Speisebereich im Erdgeschoss befindet, gelangt man über eine Treppe zu den alten Quartieren. Doppelstockbetten, Werkzeuge, alte Fotos – all das scheint noch auf die Rückkehr der Fischer zu warten. Das Restaurant bietet vorallem Fischgerichte sowie isländische Spezialitäten wie Rentier und Hai an. - Strandgata, 735 Eskifjörður

Sehenswürdigkeiten:

Lögurinn – Bei Egilsstaðir bildet der verbreiterte Flusslauf des Lagarfljót den See Lögurinn. Mit einer Tiefe von bis zu 112 Metern bietet er das perfekte Zuhause für das Monster Lagarfljótsormurinn, eine Art Schlangenkreatur, die 1345 das erste Mal erwähnt wurde. Lange galt es als böses Omen, den Rücken dieses Untiers an der Seeoberfläche schlängeln zu sehen, heute gibt es sogar ein gleichnamiges Boot, das Neugierige auf Monstersuche mitnimmt. Auch wenn sich das Wesen nicht blicken lässt – eine Rundfahrt auf dem See ist an sich bereits ein Erlebnis … 

Hallormsstaðaskógur – Islands größter Wald umgibt den Ort Hallormsstaður. Bereits 1903 wurde hier getestet, welche importierten Baumarten am besten in Islands Klima überlebten. 1938 wurde das erste Waldstück mit Lärchen bepflanzt, die den bis dahin heimischen Birken Gesellschaft leisteten. Heute ist der Wald auch für kleine Wanderungen und zum Pilzesammeln beliebt. 

Laugavellir – Nahe einer verlassenen Farm im Tal Laugavalladalur findet man hier eine unverhoffte Bademöglichkeit. Ein kleiner, natürlich entstandener Pool mit warmem Wasser, der durch einen kleinen Wasserfall gespeist wird. Das Tal ist trotz seiner Lage im Hochland recht grün, was vor allem an der “Beheizung” durch Magma von unten liegt.

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Vertu blessaður liebe Nordland-Freunde, Euer contrastravel-Team

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