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Reisetipps Island: Reisen mit Kind

Arnarfjorður - Westfjorde

Kinder bereichern das Leben, ob es die eigenen sind, oder die der engeren Verwandtschaft und von Freunden. Wer mit Kindern reist, der lernt ein Land von einer anderen Seite und bestenfalls durch Kinderaugen kennen. So bekommt man einen neuen Blick auf Gletscherseen, Lavafelder und flauschige Pferdemähnen und Schafspelze. Also auf mit Kind und Kegel ins kinderfreundliche Island! Was man dennoch beachten sollte, damit man nicht gestresster heim kommt als vorher, das verraten wir euch heute hier….

Góðan daginn liebe Nordland-Freunde, 

Reisen mit Kind bedarf einer besonderen Vorbereitung, man sollte sich über das Reiseland informieren, welche Möglichkeiten es dort für Kinder gibt. Denn die Bedürfnisse der Kleinen und auch großen Kinder sind meist ganz andere, als die der Erwachsenen. Da kann eine stundenlange Wanderung „toooootaaaal langweilig“ sein, wenn die Heranwachsenden nicht mit in die Reisegestaltung einbezogen wurden oder es lautes Geschrei im Auto geben, wenn es zwischen den Mahlzeiten zu lange dauert und die nächste Unterkunft und der nächste Herd noch weit in der Ferne liegen. Wir haben ein paar kinderfreundliche Tipps für euch:

Vor der Reise:

Wichtig bei Reisen mit Kindern sind natürlich die individuellen Bedürfnisse. Island kann wettertechnisch sehr durchwachsen sein, der Wind pfeift durch alle Kleidungslöcher. Deshalb solltet ihr auch jahreszeitenunabhängig für die Kleinen genug Zwiebellagen mitnehmen. Ein guter Begleiter sind Regenjacken, Matschhosen und Thermounterwäsche. Kopfbedeckung, Gummistiefel und Badesachen nicht vergessen. Zudem braucht ihr natürlich aktuelle Ausweis- und Reisedokumente. 

Nahrungsmitteltechnisch ist Island gut ausgestattet, so findet sich in allen Supermärkten Babynahrung, Babybrei und Windeln, die allerdings wesentlich teurer sind, als bei uns. Um ganz sicher zu gehen, dass das Baby auch seinen Lieblingsbrei bekommt, solltet ihr diesen in euer aufzugebendes Gepäck verstauen. Spielzeug, Bücher und Kuscheltiere dürfen natürlich auch nicht fehlen, um auch länger andauernde Fahrten zu überstehen. 

Auf dem Flug und im Flughafen:

An den meisten Flughäfen, auch in Island, stehen euch kostenfrei Buggies zur Verfügung, sodass die Kleinen nicht selbst laufen müssen bzw. die ganze Zeit und all die langen Gänge getragen werden müssen. Damit es nicht zu Verstimmungen kommt, solltet ihr darauf achten, dass ihr natürlich genug Windeln, Wechselwäsche, Essen, das Kuscheltier und Spielzeug ins Handgepäck packt. Die Mengenbestimmungen für Flüssigkeiten gelten nicht für Babynahrung, aber ihr solltet eine an die Flugzeit angepasste Menge mitnehmen. Nicht vergessen, dass es auch immer zu Verspätungen kommen kann. Um ganz sicher zu gehen, Babymilch erst im Flieger anrühren. 

Beachtet außerdem die unterschiedlichen Bestimmungen von WOWair und Icelandair bzw. der Fluglinie, mit der ihr anreist.

Auf der Fähre:

Wenn ihr mit der ganzen Familie mit der Fähre anreist, gibt es verschiedene Möglichkeiten die Fahrt so kurzweilig wie möglich zu gestalten. Neben einem Swimmingpool auch für die kleinen Gäste, gibt es im The Diner auf der Norröna nach Island einen Spielbereich mit Bällebad und Rutsche. Für die etwas größeren Kinder gibt es ein Kino und ein FIFA-Fußballfeld. Natürlich kann man es sich auch mit seinen mitgebrachten Spielsachen und Büchern bequem machen. 

Auf der Norröna gibt es zudem ein Vollpensionsangebot für Kinder. Auf dem Weg von Dänemark nach Island (und zurück) zahlt man demzufolge bei Vorausbuchung für Kinder zwischen 3-11 Jahren 24,- Euro pro Strecke und für Kinder zwischen 12-15 Jahren 37,- Euro pro Strecke. Ihr erhaltet für eure Kinder ein Armband pro Strecke und haben damit zu den jeweiligen Öffnungszeiten Zutritt zum The Diner.

Weitere Einfuhrbestimmungen findet ihr in unserem Artikel Reisetipps Island - Einreise- und Zollbestimmungen. 

Vor Ort:

Die Reiseroute vor Ort ist besonders bei Reisen mit Kindern ausschlaggebend dafür, ob die Laune nicht nach der dritten Nacht und dritten neuen Unterkunft in den Keller wandert. Deshalb gilt: lieber mehr Zeit lassen für das was ihr euch anschauen wollt, lieber auf 1-3 Regionen in zwei Wochen konzentrieren, als einmal um die Insel in zehn Tagen und am Ende ein nörgelndes Kind und Kopfschmerzen und Stress zu haben. Ein guter Kompromiss aus Natur, Outdoor, Sightseeing und Spielzeit eben. Mit kleineren Kindern bietet sich also an, für mehrere Tage an einem Ort zu bleiben, um die Umgebung in Ruhe erkunden und auch mal eine Reisepause einlegen zu können. 

Der Wohlfühlcharakter steht und fällt letztendlich mit der Größe des Mietwagens und der Unterkünfte. Die Unterkünfte in Island können zum Teil recht beengt sein, da oftmals alte Stallungen oder alte Wohnhäuser einfach als Gästehäuser umgebaut wurden. Entweder dafür sorgen, dass man geräumige Unterkünfte bucht oder sich gleich für Apartments oder Ferienhäuser entscheidet. Ähnliches gilt auch für den Mietwagen, in den neben dem ganzen Gepäck ja auch noch genug Spielsachen und Platz für streitende Geschwister sein muss. 

Neben den schönen natürlichen Sehenswürdigkeiten, gibt es in Island auch allerhand Museen und in Reykjavik sogar einen Haustierpark, der für Kinder natürlich ganz hoch im Kurs steht. Besonders schön interaktiv gestaltet ist das Nationalmuseum, interessant mit lebensgroßen nachgebauten Walen das Whales of Iceland und der Tierpark von Reykjavik

Wie kinderfreundlich ist Island?

Die Isländer sind ein sehr familiäres Volk und überall in Restaurants findet man Hochstühle, manchmal auch Spielecken. Ebenfalls findet man Wickeltische überall, manchmal sogar richtig gut ausgestattet mit Wickelunterlagen und Feuchttüchern. Stillen in der Öffentlichkeit ist kein Problem und jeglichen Babybedarf gibt es in jedem Supermarkt zu kaufen. 

Oftmals können Kinder bis zu 12 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen umsonst bei Touren mitfahren. In der Blauen Lagune sind Kleinkinder erst ab zwei Jahren erlaubt. 

Wir hoffen, wir konnten euch etwas Anregung für eure Familien-Reise nach Island geben. Auf dass alle erholt und mit tollen Eindrücken zurückkommen. 

Ihr habt weitere Ideen und Anregungen? Dann hinterlasst uns doch einfach einen Kommentar.

Verið blessuð liebe Nordland-Freunde, Euer contrastravel-Team

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