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01.07.2025

Reisebericht Island - Mitternachtssonne & Lupinenfelder

zwei Personen laufen auf einen Wasserfall zu Maria Petersen
Am Wasserfall in Island auf der Halbinsel Snaefellsnes

Unsere Kollegin Maria war mit ihrer Familie in Island unterwegs. Sie erzählt von spontanen Umwegen, entschleunigten Momenten und Nachmittagen und teilt mit euch ihre unvergesslichen Momente und Reisetipps. 

Die schönsten Erinnerungen an den gemeinsamen Urlaub sind die Lupinenfelder unter der Mitternachtssonne, der verregnete Lesetag im Ferienhaus und die glücklichen Gesichter meiner Familie. Island ist für mich wie ein zweites Zuhause. Ich kehre regelmäßig an diesen Ort zurück. Zwischen 2014 und 2017 habe ich dort mein Leben verbracht. Seitdem liebe ich es, anderen die Insel zu zeigen. Diesmal waren meine Mutter und mein Bruder für 10 Tage dabei. Trotz jahrelanger Erfahrung als Reiseberaterin ist jede Islandreise für mich etwas Besonderes. Ich nehme euch mit in unseren Reisealltag und verrate, wie ich so eine Reise plane. 

Lupine in der Mitternachtssonne in Island Maria Petersen
Lupine in der Mitternachtssonne in Island

Unsere Reisedevise: kein Stress

Das Frühstück wird im Urlaub zelebriert und erst dann gestartet, wenn alle ausgeschlafen sind. Unsere Tage starteten somit ohne Wecker. Im Juni gibt es in Island 24/7 Tageslicht, sodass wir unsere Ausflüge flexibel gestalten konnten. Genau das zahlte sich aus: Ein relativ schnell gelöstes Autoproblem verschob unseren Ausflug auf die Halbinsel Snæfellsnes in den späten Nachmittag. Belohnt wurden wir mit leeren Straßen, kaum Menschen an den Sehenswürdigkeiten und eine Rückfahrt durch neblige Lupinenfelder unter der Mitternachtssonne. Das Bad im Hot Pot nach Mitternacht durfte als krönenden Abschluss nicht fehlen.

Umwege sind auch Wege

Wer in Island unterwegs ist, kommt um die Ringstraße kaum rum. An ihr befinden sich viele der Sehenswürdigkeiten der Insel. Vor einer Fahrt lohnt es sich zu jeder Jahreszeit, sich über road.is zu informieren, welche Straßen gut befahrbar sind. Nicht jede Schotterstraße ist eine F-Road, sondern dürfen auch mit etwas Umsicht mit einem normalen PKW befahren werden. Wir wollten mit unserem Allradfahrzeug im Westen nahe des Skorradalsvatn eine Straße fahren, von der uns von Einheimischen abgeraten wurde. So haben wir uns für eine andere Route entschieden und gleichzeitig eine der schönsten hochlandähnlichen Strecken entdeckt - mit weiten Ausblicken über die Gletscher- und Vulkanlandschaften nördlich des Þingvellir Nationalparks. Durch den schönen Umweg erreichten wir den Nationalpark am späten Nachmittag. Zu dem Zeitpunkt waren die meisten Reisebusse bereits abgefahren. Wir haben auf der Route beliebte Orte oft bewusst später besucht. So teilten wir auch den Wasserfall Gullfoss und den Geysir, nach einer stärkenden Kjötsúpa, mit nur wenigen anderen Besuchern. 

An der Südküste verteilten wir unsere Stopps bei den Wasserfällen Seljalandsfoss, Skogafoss und dem Reynisfjara auf Hin- und Rückweg, um flexibel auf das Wetter reagieren zu können. Gute Momente haben wir sofort genutzt, denn in Island kann sich das Wetter innerhalb kurzer Zeit komplett verändern.

Person steht auf einem felsigen Untergrund mit Blick auf eine weite Hochlandlandschaft in Island Maria Petersen
Auch Umwege sind Wege - Straße mit Hochlandflair

Zeit zum Staunen

Durch die Routenplanung hatten wir genügend Zeit für die Dinge, die wir unbedingt sehen wollten. Deshalb konnten wir eine kleine Wanderung im Sakftafell Nationalpark und an der Gletscherlagune genügend Zeit einplanen, um jeden Eisberg zu bestaunen. Für die Tagesausflüge haben wir uns für alle Wetterbedingungen vorbereitet, sodass wir sowohl in T-Shirt als auch in Islandpulli und Windjacke unterwegs sein konnten. Unweit der Gletscher kann sich die Wettersituation schnell ändern. 

Fürs Abendessen haben wir uns einmal isländischen Fisch gekauft und ihn ganz einfach mit Knoblauch und arktischem Thymian im Ofen zubereitet. Das wohl beste Essen seit langem. 

Die vielen besondere Augenblicke dieser Reise bleiben mir und meiner Familie hoffentlich noch lange im Gedächtnis: spielende Robben an der Gletscherlagune, Küstenseeschwalben im Abendlicht von Arnarstapi, die Silberbirken im Skaftafell-Nationalpark, die Stille am See unweit Kirkjubaerklaustur und die Fahrt durch die Vulkanlandschaft bei Grindavík. Die Island-Batterien sind wieder aufgeladen – bis zum nächsten Nordland-Abenteuer.

Ihr habt Lust auf eine ähnliche Reise? Maria hat ihre Reise nach der “Zauberhaften Runde durch Island” gestaltet - ihre Lieblingsroute in Island. Hier bleibt genug Zeit in den einzelnen Regionen und auch mal dazu, zwischendrin auf einer überdachten Terrasse ein Buch über die isländische Fauna & Flora zur Hand zu nehmen. Maria berät euch gern bei euren Reisewünschen. 

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