Blog mit Informationen für und über Island-Reisen und andere Nordland-Reisen - Farm im Keldudalur

Abseits der Ringstraße Islands - Das weite Hochland

Þórsmörk - Zentrales Hochland
Beeindruckendes Panorama, seht ihr die roten Autos?

Das unwirtliche Zentrum der Insel befindet sich schon als Ganzes abseits der Ringstraße, hier gibt es nur die berühmten Hochlandpisten und Trekkingpfade zwischen den unterschiedlichen Hütten, die kilometerweit die einzige Zivilisation darstellen. Wir zeigen euch, was ihr beachten müsst und entdecken könnt …

Góðan daginn liebe Island-Fans,

viele Reisen um Island machen einen kleinen Abstecher ins Hochland oder durchqueren es sogar, aber ein kurzes Vorbeifahren kann den Steinwüsten, Gletschern und vulkanischen Gebirgsgebieten natürlich nicht gerecht werden – vorausgesetzt, man will diese Landschaft wirklich kennen und lieben lernen.

Zuerst einmal ist allerdings Vorsicht geboten, denn die Bedingungen im Hochland sind im Vergleich zum Rest unserer Lieblingsinsel noch einmal deutlich verschärft. Im Winter sind die Hochlandpisten gesperrt, meist werden sie erst im Sommer, von Mitte Juni bis September geöffnet. Wie immer gilt, dass das Wetter jederzeit umschlagen kann, hinzu kommt hierbei, dass die Grundbedingungen bereits schlechter sind – keine Asphaltstraßen, sondern Schotterpisten, für die ein Allradfahrzeug sowie sicheres und vorausschauendes Fahren erforderlich sind. Bei Wetteränderungen könnte es hier im schlimmsten Fall dazu kommen, dass die Piste kaum von der restlichen Schotterlandschaft zu unterscheiden ist. Auf einigen Routen gilt es außerdem Furten zu durchqueren, bei denen je nach aktueller Lage die Wassermenge variieren kann. Auch mit den Tankstopps sollte man gut haushalten, denn es gibt natürlich nicht an jeder Ecke im verlassenen Landeszentrum eine Zapfsäule. Individualreisende sollten sich dieser Besonderheiten bewusst sein und sich vor einzelnen Streckenabschnitten über die aktuellen Bedingungen informieren: zum Wetter auf  vedur.is, zu den Furten auf verschiedenen Pisten unter road.is , sowie auf einer Übersicht über isländische Tankstellenstandorte, z.B. unter n1.is.

Aufgrund seiner Unwegsamkeit ist das Hochland eher etwas für Wanderfreunde, denn nicht nur auf den längeren Trekkingtouren sind Trittsicherheit und Ausdauer gefragt. Auch kürzere Standortausflüge und Rundwanderungen, wie z.B. im Landmannlaugar-Gebiet kann man kaum mit deutschen Spazierwegen vergleichen. Die wohl bekannteste Trekking-Route, bei der es mehrere Tage lang von einem Hochland-Hotspot bis zum nöchsten geht, ist der Laugavegur. Von den bunten Rhyolithbergen im allseits beliebten Landmannalaugar-Gebiet geht es durch vom Vulkanismus beherrschte Täler mit dampfenden heißen Quellen, durch schwarze Wüste und am See Álftavatn entlang, bis schließlich das grüne Tal þorsmörk die Wanderer mit Birkenwäldchen begrüßt. Gleich nach dem Laugavegur liegt ein weiterer, über 20 Kilometer langer Trekkingweg auf der Beliebtheitsskala – der  Fimmvörðuháls-Trek von Skógar bzw. dem Skógafoss aus nach þorsmörk. Auf diesem Weg lernt man die neu entstandenen Krater Magni und Móði (benannt nach þórrs Söhnen mit der Riesin Járnsaxa) kennen, die ihre Geburtstunde im berüchtigten Eyjafjallajökull-Ausbruch von 2010 hatten. Auf diesen Routen finden sich natürlich Hütten, in denen man übernachten und um die herum man seine Zelte aufschlagen kann; allerdings sind sie für den Sommer meist sehr schnell ausgebucht und jegliches Essen muss für die Tour mitgebracht werden. Zelten ist entlang des Wegs auch nicht erlaubt, sondern nur auf den dafür vorgesehenen Plätzen um die Hütten herum. Auch auf den Wanderungen sollte man bestimmte Vorsichtsmaßnahmen nicht versäumen, wie zum Beispiel den Reiseplan mit voraussichtlichen Etappen und der angestrebten Ankunft unter safetravel.is hinterlegen und Unterkünfte oder Vertrauenspersonen informieren, sodass im Fall der Fälle die Suche gezielt gestartet werden kann. Trotz der Tatsache, dass die hier vorgestellten Wege vielbewandert sind, empfiehlt es sich, nicht völlig allein auf die Reise zu gehen – zu mehreren kann man sich bei auftretenden Problemen gegenseitig unterstützen. Wer nicht gern wandert, aber auf aktive Weise einen kleinen Blick ins Hochland werfen will, kann das auch auf ausgewählten Reittouren vom Pferderücken aus. 

Zwei unserer Minigruppenreisen legen den Fokus ganz auf das Erleben des Hochlands, nämlich die „Hochlanderlebnisse in Island“ und „Hochlanderlebnisse in Island pur“. In Kleingruppen kann man die verschiedenen Hotspots beispielsweise im Zelt – wie bei „Durchs wilde Hochland im Zelt“ www.contrastravel.com/island-reise/durchs-wilde-hochland-im-zelt/ - entdecken. Für Abenteuerlustige Trekking-Fans bieten sich außerdem die beiden Varianten der „Laugavegur Trekking und Fimmvörduháls“ an, bei der es ganz um das Wandererlebnis auf den beiden bekanntesten Trekkingwegen Islands geht: entweder mit Übernachtungen in Hütten oder in Zelten. Und wie immer könnt ihr auch diese Region Islands nach euren eigenen Vorstellungen erkunden, auf einer unserer Individualreisen mit Hochlandstrecken, wie zum Beispiel der „Feurigen Runde durch Island“.

Hab ihr auch ein paar Geheimtipps abseits der Ringstraße? Flüstert es uns doch gern weiter!

Við sjáumst, liebe Nordland-Freunde, Euer contrastravel-Team

Þórsmörk - Zentrales Hochland
Birkenwald - Þórsmörk
Eyjafjöll - Zentrales Hochland
Mýrdalsjökull - Zentrales Hochland
Skógaheiði - Zentrales Hochland
Hochlandhütte - Zentrales Hochland
Hveradalir - Zentrales Hochland

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