Färöer Reisen - Individuelle Reisen und Kleingruppenreisen
Mitten im Nordatlantik, dort wo raue Winde um schroffe Klippen streichen, liegen die Färöer-Inseln – die "Schafsinseln", ein autonomer Teil des Königreichs Dänemark mit eigener Sprache und ganz eigenem Charakter. Auf 18 Inseln und sechs Regionen erstreckt sich auf gerade einmal 1.400 Quadratkilometern eine Welt für sich, in der kaum 50.000 Menschen zwischen Island, Norwegen und Schottland ihr Zuhause gefunden haben. Steile Klippen stürzen dramatisch ins Meer, tiefe Fjorde schneiden sich ins Land, Wasserfälle stürzen ungebremst in die Tiefe – und mittendurch schlängeln sich Wanderwege, die zu den eindrücklichsten Ausblicken des Nordens führen. Wer Island mag, wird die Färöer lieben: kleiner, grüner, gänzlich ohne Vulkane – und ein Ort, den bislang nur wenige für sich entdeckt haben.
Unsere Färöer Reisen
Stimmen aus der contrastravel-Welt
Ich liebe es, Neues zu entdecken, fremde Kulturen kennenzulernen und den Augenblick zu genießen. Seit einigen Jahren bin ich mit unseren Gruppen auch auf den Färöer unterwegs. Das "land of maybe" bietet einmalige Naturerlebnisse bei wirklich jedem Wetter und die raue Natur fasziniert immer wieder aufs Neue. Dies unseren Reisenden auf den Wanderungen näherzubringen, bereitet mir große Freude!
Die Färöer sind sehr zu empfehlen für Wanderfreunde, die ein (bisweilen) raues Klima, alle Bodenbeschaffenheiten und Höhenmeter nicht scheuen! Unsere Reiseleiterin war ein absoluter Glücksgriff. Sehr kompetent, immer gut gelaunt und hat mehr gemacht als im Programm vorgesehen!
Die Färöer-Inseln sind ein außergewöhnliches Stück Erde. Es gibt für mich kein schöneres Gefühl, als sich den Wind an den rauen Küsten durch die Haare wehen zu lassen. Wenn man auf den Färöern auf einem Berg steht mit dem Blick auf die Fjorde und Inseln gerichtet, dann spürt man die wilde Natur!
Für wen eine Färöer-Reise passt und für wen nicht
Eine Reise auf die Färöer passt besonders gut zu Ihnen, wenn Sie Natur und Kultur mit offenen Augen erleben möchten, wechselhaftes Wetter als Teil des Abenteuers annehmen und sich über eine normale Grundkondition sowie das Reisen in kleiner Gruppe freuen. Wer hingegen in seiner Mobilität eingeschränkt ist, auf planbares Wetter angewiesen ist oder sich städtisches Flair, Shopping-Möglichkeiten und Nachtleben wünscht, wird auf den Färöern nur bedingt fündig. Für Badeurlaub, Extremsport oder All-inclusive-Ansprüche sind die Inseln definitiv nicht der richtige Ort.
Uns ist eine ehrliche Beratung wichtiger als jede Buchung: Passen Programm und Kondition unserer Reisegäste nicht zusammen, sagen wir das offen – und raten Ihnen im Zweifel zu einer anderen Reise. Genau diese persönliche, ungeschönte Beratung unterscheidet contrastravel von anonymen Buchungsportalen und Großveranstaltern.
Und wer schon einmal in Island war, fragt sich zu Recht, ob sich ein Abstecher auf die Färöer überhaupt lohnt. Die Antwort ist ein klares Ja: Die Inseln entfalten einen ganz eigenen Charme, der sich deutlich von Islands vulkanischer Dramatik abhebt – ruhiger, grüner und mit einer Kultur, die auf verblüffend kleinem Raum ihre ganz eigene Identität bewahrt hat.
Reisearten im Vergleich
Wer gerne selbst das Steuer in die Hand nimmt und maximale Freiheit sucht, ist mit der Mietwagenreise am besten beraten. Wer lieber in Gesellschaft unterwegs ist und sich auf eine durchgehende Reiseleitung verlassen möchte, findet in der Kleingruppenreise die passende Wahl – mit maximal 8 Gästen bleibt die Gruppe dabei bewusst klein und persönlich. Wer beides verbinden möchte, entscheidet sich für die Individualreise mit geführten Ausflügen: individuell unterwegs, aber bei ausgewählten Höhepunkten mit fachkundiger Begleitung.
| Mietwagenreise | Individualreise mit geführten Ausflügen | Kleingruppenreise mit Reiseleitung | |
| Für wen geeignet | Reisende, die gerne selbst am Steuer sitzen und ihr Tempo komplett frei bestimmen möchten | Reisende, die individuell unterwegs sein möchten, aber bei einzelnen Highlights von lokaler Expertise profitieren wollen | Reisende, die Gemeinschaft schätzen und sich rundum von einer Reiseleitung begleiten lassen möchten |
| Gruppengröße | keine feste Gruppe – allein, zu zweit oder mit Familie | individuell, punktuell in kleinen Gruppen bei den Ausflügen | 6 bis 8 Teilnehmende, max. 8 Gäste plus Reiseleitung |
| Selbst fahren | Ja | Nein | Nein |
| Flexibilität | sehr hoch – Route und Zeitplan frei wählbar | hoch – individuelle Basis, ergänzt um geplante Ausflüge | geringer – gemeinsamer Reiseplan der Gruppe |
| Reiseleitung | keine, individuelle Reiseunterlagen und Beratung im Vorfeld | punktuell bei den geführten Ausflügen | durchgehend während der gesamten Reise |
| Reisedauer | 8 Tage | 8 Tage | 8 bis 11 Tage |
| Preis ab | ab 2.150 € | ab 2.450 € | ab 2.990 € |
| Beispielreise | Naturerlebnis – Färöer für Entdecker | Färöer – kleine Inseln, große Vielfalt | Naturhighlights der Färöer-Inseln |
Die passende Reiseform richtet sich vor allem danach, wie viel Selbstständigkeit Sie sich beim Reisen wünschen: Am meisten Freiheit und Flexibilität lässt die Mietwagenreise – hier bestimmen Sie Route und Tempo ganz allein. Möchten Sie zwar überwiegend auf eigene Faust unterwegs sein, einzelne Highlights aber lieber mit fachkundiger Führung erleben, ist die Individualreise mit geführten Ausflügen die richtige Wahl. Und wer sich um Organisation und Tagesablauf gar nicht selbst kümmern möchte, sondern lieber gemeinsam mit anderen in überschaubarer Runde unterwegs ist, findet in der Kleingruppenreise die passende Reiseform.
Wie anspruchsvoll sind Färöer-Reisen?
Unsere Färöer-Reisen lassen sich in zwei Anspruchsstufen einteilen: Leicht sind Standortreisen wie "Färöer – kleine Inseln, große Vielfalt", bei denen geführte Ausflüge im Vordergrund stehen und kaum anspruchsvolle Wanderungen anfallen. Moderat wird es bei Reisen wie "Auf alten Pfaden über die Färöer-Inseln" mit Gehzeiten von 3 bis 4 Stunden und Höhendifferenzen um 180 bis 400 Meter. Die Passagen führen über teils steinige, grasbewachsene Pfade, verlaufen abschnittsweise aber auch weglos, feucht und steil – was Trittsicherheit voraussetzt. Da sich das Wetter auf den Färöern jederzeit ändern kann, wirkt es sich direkt auf Tempo und Anspruch jeder Etappe aus, weshalb wir Zeitpuffer im Tagesablauf einplanen und trotz aktivem Programm ausreichend Raum zum Verweilen und Genießen der Landschaft lassen.
Wetter und beste Reisezeit
Die Färöer können Sie ganzjährig bereisen, die Hauptsaison liegt jedoch von Juni bis August. In diesem Zeitraum profitieren Sie von den längsten, hellsten Tagen, milderen Temperaturen um durchschnittlich 13 Grad im Sommer und einer deutlich höheren Wahrscheinlichkeit regenfreier Tage. Als Nebensaison empfehlen wir besonders die Monate im Frühling und Herbst: Sie bieten eine wunderbare Balance aus mehr Ruhe auf den Inseln, oft mystischem Licht und einer angenehm entspannten Reiseatmosphäre, in der Sie Land und Leute besonders authentisch erleben. Natürlich haben auch die echten Wintermonate ihren ganz eigenen Reiz – mit kurzen, stürmischeren Tagen und einer urwüchsigen, rauen Stimmung. Wer im Winter reist, muss sich jedoch darauf einstellen, dass viele touristische Einrichtungen, Cafés und Ausflugsangebote in dieser Zeit geschlossen haben.
Im Hochsommer profitieren Sie zusätzlich von sehr langen Tageslichtstunden: Um die Sommersonnenwende Ende Juni geht die Sonne in Tórshavn bereits gegen 3:30 Uhr auf und erst gegen 23:30 Uhr unter – die Nacht wird dazwischen nie ganz dunkel. Eine echte Mitternachtssonne wie nördlich des Polarkreises gibt es auf den Färöer allerdings nicht, da die Inseln bei rund 62° Nord liegen. Die Nordlichter sind auf den Färöer in klaren Winternächten gelegentlich zu sehen, wegen der häufigen Bewölkung aber kein verlässliches Erlebnis – für eine gezielte Nordlicht-Reise empfehlen wir daher eher Reiseziele weiter im Norden.
Aufgrund des ozeanischen Klimas muss man auf den Färöer immer mit plötzlichen Wetterumschwüngen rechnen. So wird das Erleben von dichtem Nebel, herrlichem Sonnenschein, strömendem Regen und brausendem Sturm innerhalb weniger Stunden zu einem wahren Naturreiseerlebnis. Dafür hat sich sogar ein eigener Begriff etabliert: das "Land of Maybe" – ein Ausdruck, der auf das färöische Wort "kanska" ("vielleicht") zurückgeht und beschreibt, wie sehr Wind und Wetter hier jede Planung zur Vermutung machen.
Was ins Gepäck gehört
Wetterfeste Kleidung gehört auf den Färöer stets ins Reisegepäck, denn die Inseln zeigen sich oft feucht und windig, und mit plötzlichen Wetterumschwüngen ist jederzeit zu rechnen. Bewährt hat sich dabei das Schichtenprinzip: Eine atmungsaktive Basisschicht, eine wärmende Zwischenschicht und eine winddichte, wasserabweisende Außenschicht lassen sich flexibel an das wechselhafte Wetter anpassen. Wasserdichte Wanderschuhe mit griffigem Profil sowie eine Regenhose sind auf den Wanderungen unverzichtbar, da die Pfade schnell feucht und rutschig werden können. Ein Fernglas lohnt sich zudem für die Beobachtung der zahlreichen Seevögel, Papageientaucher und der weitläufigen Küstenlandschaften. Damit unsere Reisegäste bestens vorbereitet sind, erhalten sie von contrastravel vor Reiseantritt eine ausführliche Packliste, die genau auf die jeweilige Reise und Jahreszeit zugeschnitten ist – so bleibt am Ende nur noch das Kofferpacken.
Die Inseln im Überblick
Die größte Insel ist Streymoy, auf der sich im Süden auch die Hauptstadt Tórshavn befindet. Hier legt regelmäßig die Fähre Norröna der Reederei Smyril Line an, die die Färöer mit Häfen in Dänemark und Island verbindet. Reist man mit dem Flugzeug an, landet man am internationalen Flughafen auf der Insel Vágar. Senkrecht aus dem Meer ragende, raue Felswände kennzeichnen hier die Westküste der Färöer – der beeindruckende Beginn vieler Färöer-Reisen. Streymoy, Tórshavn und Vágar gehören dabei zum festen Programm nahezu jeder Reise, unabhängig von der Reisedauer.
Zum Osten hin flacht das Land leicht ab und ist zugänglicher. Dennoch thront mit 882 Metern auf Eysturoy der höchste Berg des Archipels, der Slættaratindur. Vom Gipfel aus hat man eine grandiose Sicht auf die umliegenden Inseln und Berge. Bereits bei einer achttägigen Reise lassen sich Streymoy, Vágar und Eysturoy mit dem Slættaratindur gut miteinander verbinden.
Die Nordinseln Kalsoy, Kunoy, Borðoy, Viðoy, Svínoy und Fugloy bieten mit mächtigen Erhebungen, grünen Talsenken und kleinen authentischen Siedlungen eine atemberaubende Naturkulisse – ein echtes Highlight auf einer Färöer-Reise. Ihre Erreichbarkeit ist allerdings unterschiedlich: Während Kunoy, Borðoy und Viðoy über Tunnel und Brücken angebunden sind, gelangt man nach Kalsoy, Fugloy und Svínoy ausschließlich per Schiff oder Hubschrauber. Klaksvík auf Borðoy ist nicht nur die zweitgrößte Stadt der Färöer, sondern auch Hochburg der Fischindustrie. Von hier aus starten hochmoderne Trawler in die raue See des Nordatlantiks und versorgen den mit Abstand wichtigsten Wirtschaftszweig. Mit elf Reisetagen lassen sich die Nordinseln in der Regel gut in die Route integrieren, bei acht Tagen bleibt dafür meist nur ein knapper Abstecher.
Die Südspitze der Färöer bilden hauptsächlich die zwei Inseln Sandoy und Suðuroy. Beide werden von einer Autofähre von Tórshavn aus angefahren und auf Färöer-Reisen seltener besucht. Namensgebend für Sandoy ist der Hauptort Sandur, der einen für die Färöer einmaligen Strand mit Sanddünen und Strandhafer bietet. Das Land erscheint etwas flacher und zugänglicher. Faszinierende Vogelklippen, tiefe Fjorde und eine ungeheure Gastfreundlichkeit der Bewohner machen Suðuroy zu einem beliebten Ausflugsziel, auch für die Färinger. Diese Inseln lassen sich aufgrund der zusätzlichen Fährzeiten in der Regel nur bei einer elftägigen Reise komfortabel einplanen.
Die bekanntesten Wanderungen und Orte
Die Färöer bieten einige der eindrucksvollsten Fotospots im Nordatlantik. Nicht jeder ist jedoch frei zugänglich – einige Wege führen über Privatland und sind kostenpflichtig, andere ausschließlich mit lokaler Reiseleitung begehbar. Wir geben Ihnen vorab einen Überblick, damit Sie genau wissen, worauf Sie sich einstellen können.
Sørvágsvatn & Trælanípan – der "See über dem Ozean"
- Insel: Vágar
- Guide erforderlich: Nein
- Kosten: ca. 27€ Eintritt
- Anspruch: leicht
Gehzeit: ca. 2 Stunden
Der bekannteste optische Effekt der Färöer: Von der Klippe Trælanípan aus wirkt der See Sørvágsvatn, als schwebe er über dem Meer. Der Weg führt über gut ausgebautes, flaches Gelände und ist auch ohne Reiseleitung problemlos zu meistern.
Múlafossur-Wasserfall bei Gásadalur
- Insel: Vágar
- Guide erforderlich: Nein
- Kosten: kostenlos
- Anspruch: leicht
Gehzeit: wenige Minuten ab Dorf
Der Wasserfall, der direkt neben dem Dorf Gásadalur ins Meer stürzt, ist einer der meistfotografierten Orte der Färöer. Ein kurzer Fußweg vom Ortsrand führt zum besten Aussichtspunkt – ganz ohne Eintritt oder Anmeldung.
Kallur-Leuchtturm
- Insel: Kalsoy
- Guide erforderlich: Nein
- Kosten: ca. 27€ Eintritt
- Anspruch: anspruchsvoll
Gehzeit: ca. 2 Stunden
Die Wanderung von Trøllanes zum Leuchtturm gilt als eine der spektakulärsten der Färöer, verlangt aber Trittsicherheit auf teils schlammigem, steilem Gelände. Kalsoy ist ausschließlich per Fähre ab Klaksvík erreichbar – planen Sie die Überfahrtszeiten in Ihre Tagesroute ein.
Drangarnir-Felsentore
- Insel: Vágar
- Guide erforderlich: Ja
- Kosten: kostenlos
- Anspruch: moderat bis anspruchsvoll
Gehzeit: ca. 3,5 bis 4 Stunden
Die beiden Felsnadeln zwischen Vágar und dem Eiland Tindhólmur zählen zu den ikonischsten Motiven der Färöer. Da der Weg über Privatland verläuft, ist die Wanderung ausschließlich im Rahmen einer geführten Tour erlaubt – Alleingänge werden von den Grundbesitzern sanktioniert.
Slættaratindur
- Insel: Eysturoy
- Guide erforderlich: Nein
- Kosten: kostenlos
- Anspruch: moderat bis anspruchsvoll´
Gehzeit: ca. 3 Stunden
Der mit 882 Metern höchste Berg der Färöer bietet vom Gipfel eine grandiose Rundumsicht auf die umliegenden Inseln (siehe auch unseren Abschnitt zur Geografie).
Saksun
- Insel: Streymoy
- Guide erforderlich: Nein
- Kosten: kostenlos
- Anspruch: leicht
Gehzeit: ca. 1 Stunde
Das malerische Dorf mit seiner Gezeitenlagune und der historischen Grasdachkirche lädt zu einem entspannten Spaziergang. Der Panoramablick in die Bucht und die Wasserfälle sind frei zugänglich. Eine Wanderung hinunter zum schwarzen Sandstrand der Lagune ist kostenpflichtig (ca. 10 €).
Tjørnuvík
- Insel: Streymoy
- Guide erforderlich: Nein
- Kosten: kostenlos
- Anspruch: leicht (Dorf) bis moderat (Wanderung nach Saksun)
Gehzeit: ab 1 Stunde
Das nördlichste Dorf Streymoy liegt malerisch zwischen zwei markanten Felsnadeln und eignet sich sowohl für einen kurzen Zwischenstopp als auch als Ausgangspunkt für ambitioniertere Wanderungen.
Risin og Kellingin
- Insel: Eysturoy (Aussicht von Eiði)
- Guide erforderlich: Nein
- Kosten: kostenlos
- Anspruch: leicht
Gehzeit: wenige Minuten
Die beiden Felsformationen "Riese und Hexe" vor der Küste bei Eiði lassen sich bequem von mehreren Aussichtspunkten aus fotografieren, ganz ohne größere Wanderung.
Mykines – die Insel der Papageientaucher
- Insel: Mykines
- Guide erforderlich: Ja
- Kosten: 55-65€ Wandergebühr
- Anspruch: moderat
- Gehzeit: ca. 2 bis 3 Stunden
- Saison: Mitte Mai bis Mitte August ist Brutzeit der Papageientaucher
Buchung: Möglichst frühzeitig
Mykines ist nur per Fähre ab Sørvágur (Überfahrt ca. 45 Minuten) oder per Helikopter erreichbar. Die Fähre verkehrt in der Hauptsaison von Mai bis August täglich, in der Nebensaison eingeschränkt und im Winter gar nicht – eine frühzeitige Buchung ist unbedingt zu empfehlen. Die große Papageientaucher-Kolonie lässt sich am besten während der Brutzeit von Mitte Mai bis August beobachten; außerhalb dieser Zeit sind die Vögel überwiegend auf See.
Sie möchten sich um all diese Details – von der Guide-Buchung für Drangarnir bis zu den Fährzeiten nach Mykines – nicht selbst kümmern? Genau hier setzen unsere geführten Reisen an: Wo ein Guide Pflicht ist, organisieren wir ihn für Sie. Mehr dazu erfahren Sie bei unseren Reiseangeboten und unter "Warum contrastravel".
Mykines: Anreise, Saison und Planung
Mykines liegt im Westen der Färöer-Inseln. Die Insel ist per Fähre ab Sørvágur erreichbar. Die Überfahrt dauert etwa 45 Minuten. In der Hauptsaison von Mai bis August fährt die Fähre täglich, in der Nebensaison sind die Verbindungen eingeschränkt und im Winter gibt es keine Fährverbindung. Wer Mykines besuchen möchte, sollte frühzeitig buchen. Für die Wanderung ist ein Guide erforderlich; zusätzlich fällt eine Wandergebühr an. Die bekannte Papageientaucher-Kolonie kann man dort vor allem zwischen Mitte Mai und Mitte August zu beobachten.
Nordinseln: Welche Inseln gehören dazu und wie sind sie erreichbar?
Zu den Nordinseln gehören ausschließlich Kalsoy, Kunoy, Borðoy, Viðoy, Svínoy und Fugloy.
Die Anreise unterscheidet sich je nach Insel:
- Kunoy, Borðoy und Viðoy: über Tunnel und Brücken erreichbar.
- Kalsoy, Svínoy und Fugloy: ausschließlich per Schiff erreichbar.
- Klaksvík liegt auf Borðoy und ist ein wichtiger Ausgangspunkt für die Erkundung der Nordinseln.
Für die Reiseplanung sollte genügend Zeit eingeplant werden: Bei einer elftägigen Färöer-Reise lassen sich die Nordinseln in der Regel gut integrieren. Bei acht Tagen ist meist nur ein kurzer Abstecher möglich.
Anreise und Fortbewegung vor Ort
Die Anreise auf die Färöer erfolgt bei unseren Reisen klassischerweise per Flug mit Atlantic Airways ab Kopenhagen zum internationalen Flughafen auf der Insel Vágar – der Flug ist bei allen ausgeschriebenen Reisen von contrastravel bereits inklusive, Sie müssen sich also um nichts Eigenes kümmern. Alternativ reisen Sie mit der Fähre Norröna der Smyril Line an, die ab Hirtshals in Dänemark ablegt und die Färöer mit Dänemark und Island verbindet – ideal, wenn Sie das eigene Auto mitnehmen möchten. Vor Ort bewegen Sie sich am komfortabelsten mit dem Mietwagen: Ein gut ausgebautes Straßennetz mit zahlreichen Tunneln, darunter auch spektakuläre Unterseetunnel, verbindet die Hauptinseln, wobei für einige Tunnel eine Mautgebühr anfällt. Wer abgelegenere Inseln wie Kalsoy, Svínoy oder Fugloy erreichen möchte, nutzt die Inselfähren.
Unterkünfte auf den Färöern
Der Unterkunftsstandard auf den Färöer unterscheidet sich spürbar von dem, was Sie aus dem Mittelmeerraum oder von Städtereisen kennen: Große internationale Hotelketten oder Luxusresorts suchen Sie hier vergeblich – stattdessen erwartet Sie überwiegend solide, gepflegte Mittelklasse mit persönlicher, oft familiärer Note. In Tórshavn nutzen wir bei mehrtägigen Standortaufenthalten gut geführte Hotels als komfortable Basis, in kleineren Orten setzen wir bevorzugt auf traditionelle Gästehäuser, die mit persönlicher Gastfreundschaft und authentischem Charme punkten, und für individuelle Rundreisen empfehlen sich gemütliche Ferienhäuser, die Ihnen mehr Privatsphäre und die Möglichkeit zum Selbstversorgen bieten. Bei der Auswahl legen wir größten Wert auf eine gute, zentrale Lage sowie auf persönlich geprüfte Partner vor Ort, mit denen wir in engem, direktem Kontakt stehen. Da die Bettenkapazität auf den Färöer aufgrund der geringen Einwohnerzahl und des begrenzten touristischen Angebots insgesamt sehr überschaubar ist, empfehlen wir eine frühzeitige Buchung – besonders in der Hauptsaison sind gute Unterkünfte oft schon Monate im Voraus ausgebucht.
Was eine Färöer-Reise kostet
Eine Färöer-Reise mit contrastravel kostet je nach Dauer und Reiseart zwischen rund 2.150 und 3.350 Euro pro Person. Bereits enthalten sind der Flug ab Kopenhagen, die Unterkünfte sowie – je nach gewählter Reiseart – geführte Ausflüge und eine durchgehende Reiseleitung. Vor Ort kommen individuelle Kosten für Verpflegung, Tunnelgebühren, Eintritte an kostenpflichtigen Wanderungen sowie optionale Bootstouren hinzu, die je nach persönlichem Programm variieren. Grundsätzlich sollten Sie sich auf ein spürbar höheres Preisniveau als in Mitteleuropa einstellen: Lebensmittel, Restaurantbesuche und Aktivitäten sind auf den Färöer aufgrund der Insellage und der geringen Bevölkerungszahl generell teurer als in Deutschland – ein Umstand, den wir bei der Reiseplanung von Anfang an transparent mit einkalkulieren.
Verantwortungsvoll auf die Färöer reisen
Wer eine Reise auf die Färöer plant, stellt sich früher oder später eine berechtigte Frage: Wie lässt sich das mit dem Flug überhaupt vereinbaren? Wir beantworten sie offen: Ja, die Anreise auf die Färöer erfolgt in der Regel per Flugzeug, und ein Flug ist unter Klimagesichtspunkten nie neutral. Auf Grundlage der berechneten CO2-Emissionen der Flüge und des Landprogramms leisten wir deshalb über atmosfair einen finanziellen Beitrag zu Klimaschutzprojekten. Mehr darüber erfahren Sie hier. Unser Engagement endet aber nicht bei der An- und Abreise: Wir arbeiten seit Jahren mit sorgfältig ausgewählten, lokalen Partnern zusammen, die wir persönlich kennen und regelmäßig besuchen, und setzen konsequent auf kleine Gruppen, die Wege, Orte und Natur spürbar weniger belasten als der klassische Massentourismus. Unsere Reiseleitungen legen zudem großen Wert darauf, dass sich unsere Reisegäste respektvoll gegenüber Privatgrund und Weideland verhalten, ausgewiesene Wege einhalten und die besonderen Regeln mancher Wanderungen kennen und befolgen. Zum traditionellen Grindwalfang, der auf den Färöer weiterhin praktiziert wird, beziehen wir bewusst eine sachliche Position: Er ist Teil der färöischen Kultur und gesetzlich geregelt, wird aber von uns weder beworben noch inszeniert. Wir verstehen, dass dieses Thema kontrovers diskutiert wird, und stehen unseren Reisegästen für ein offenes Gespräch darüber gerne zur Verfügung.
Warum contrastravel?
Als spezialisierter Reiseveranstalter für den Norden Europas kennen wir die Färöer nicht aus dem Prospekt, sondern aus eigener, langjähriger Erfahrung – und genau dieses Wissen fließt in jede Beratung ein, die wir vor Ihrer Buchung führen. Dabei sagen wir Ihnen ausdrücklich auch dann die Wahrheit, wenn wir denken, dass eine Reise nicht zu Ihnen passt, und suchen gemeinsam mit Ihnen nach einer Alternative. Auf unseren Färöer-Reisen begleitet Sie eine erfahrene, ortskundige Reiseleitung mit mehrjähriger Erfahrung auf den Inseln – wie etwa Mandy Rehork, Ingo Stein oder Tobias Ohmann. Sie alle kennen Land und Leute genau und teilen ihre tiefe Begeisterung für die raue Schönheit der Färöer mit unseren Reisegästen. Seit 2018 haben wir unser Angebot auf den Färöern immer weiter ausgebaut und pflegen inzwischen enge, persönliche Kontakte zu Unterkünften, Mietwagenpartnern und lokalen Guides auf den Inseln, die wir regelmäßig selbst besuchen. Diese direkten Verbindungen vor Ort kommen Ihnen nicht nur bei der Reiseplanung zugute, sondern auch dort, wo einzelne Orte wie Mykines nur mit Guide begehbar sind: Auch diese Organisation übernehmen wir für Sie, sodass Sie sich um nichts selbst kümmern müssen.
Ihre Ansprechpartnerin:
Angie Edwards, Reiseberaterin
Telefon: 04322 88900-0
E-Mail: info@contrastravel.com
Aus erster Hand – Reiseberichte von den Färöern
Häufige Fragen zu Färöer-Reisen
Wie groß sind die Gruppen?
Die Kleingruppenreisen von contrastravel auf den Färöern sind bewusst klein gehalten: Es reisen zwischen 6 und 8 Gäste gemeinsam mit einer durchgehenden Reiseleitung, mehr als 8 Teilnehmende nehmen wir grundsätzlich nicht mit auf eine Reise. Diese überschaubare Gruppengröße sorgt für eine persönliche, familiäre Atmosphäre, in der individuelle Wünsche noch Platz finden und die empfindliche Natur der Inseln geschont wird. Wer lieber ganz für sich unterwegs sein möchte, wählt stattdessen eine unserer Individual- oder Mietwagenreisen: Hier reisen Sie ganz ohne feste Gruppe, ausschließlich mit den Mitreisenden Ihrer Wahl – ob allein, zu zweit oder als Familie.
Wer begleitet die Reise?
Wer Sie auf Ihrer Reise begleitet, hängt von der gewählten Reiseart ab: Bei unseren Kleingruppenreisen ist eine durchgehende, ortskundige Reiseleitung von Anfang bis Ende dabei – etwa Mandy Rehork, Ingo Stein oder Tobias Ohmann, die Sie mit ihrer langjährigen Färöer-Erfahrung sicher durch das gesamte Programm führen. Bei der Individualreise mit geführten Ausflügen sind Sie überwiegend auf eigene Faust unterwegs und werden nur bei einzelnen Highlights von lokalen Guides begleitet. Bei der reinen Mietwagenreise reisen Sie ganz ohne Begleitung, erhalten von uns aber eine ausführliche Reisemappe sowie unsere persönliche Unterstützung im Vorfeld und während der gesamten Reise.
Ist die Reise auch für Alleinreisende geeignet?
Ja. Die Färöer-Kleingruppenreisen von contrastravel eignen sich ausdrücklich für Alleinreisende. Mit maximal 8 Gästen bleiben die Gruppen klein und persönlich, und regelmäßig reisen weitere Alleinreisende mit. Bei unseren Färöer-Kleingruppenreisen bieten wir allerdings keine Einzelzimmer an. Die Reisen finden ausschließlich in Mehrbettzimmern statt. Hier liegt der Vorteil darin, dass man seine Mitreisenden schnell kennenlernen kann.
Wie flexibel bin ich vor Ort?
Wie viel Flexibilität Sie vor Ort haben, richtet sich nach der gewählten Reiseart: Bei der Mietwagenreise sind Sie völlig frei – Route, Tempo und Tagesablauf bestimmen Sie ganz nach eigenem Wunsch, lediglich Unterkünfte und Fährzeiten geben einen groben Rahmen vor. Bei der Individualreise mit geführten Ausflügen bewegen Sie sich zwischen den geplanten Programmpunkten ebenfalls frei, während die Ausflüge selbst als feste Programmpunkte eingebunden sind. Am wenigsten Spielraum bietet naturgemäß die Kleingruppenreise, da hier ein gemeinsamer Tagesablauf für die gesamte Gruppe gilt – dafür profitieren Sie von einer durchgehenden Reiseleitung, die Ihnen die gesamte Organisation abnimmt.
Brauche ich einen Mietwagen?
Ob Sie einen Mietwagen benötigen, hängt ganz von Ihrer gewählten Reiseart ab: Bei der Mietwagenreise ist er die Grundlage Ihrer gesamten Reise und bereits fest eingeplant, bei der Kleingruppenreise mit durchgehender Reiseleitung übernehmen wir hingegen die komplette Fortbewegung vor Ort, sodass Sie selbst keinen Mietwagen brauchen. Auch bei der Individualreise mit geführten Ausflügen benötigen Sie keinen Mietwagen. Sie sind im Land entspannt auf organisierten Busausflügen unterwegs. Sollten Sie unsicher sein, welche Variante am besten zu Ihnen passt, beraten wir Sie dazu gerne persönlich im Vorfeld.
Wie viele Tage sollte ich einplanen?
Bereits bei 8 Tagen lassen sich die Hauptinsel Streymoy mit Tórshavn, die Flughafeninsel Vágar sowie Eysturoy mit dem Slættaratindur gut miteinander verbinden. Auf Vágar erwarten Sie dabei Highlights wie der Múlafossur-Wasserfall bei Gásadalur und der spektakuläre Aussichtspunkt Trælanípan am Sørvágsvatn, während Sie vom Gipfel des Slættaratindur auf Eysturoy eine grandiose Rundumsicht auf die umliegenden Inseln genießen.
Wer zusätzlich die abgelegenen Nordinseln oder die Südinseln Sandoy und Suðuroy besuchen möchte, benötigt aufgrund der zusätzlichen Fährzeiten mindestens 11 Tage, um alles entspannt und ohne Zeitdruck zu erleben. So bleibt genug Zeit für einen Abstecher zum Kallur-Leuchtturm auf Kalsoy, eine der spektakulärsten Wanderungen der Färöer, sowie für einen Tagesausflug nach Mykines, wo Sie während der Brutzeit die berühmten Papageientaucher-Kolonien beobachten können. Auch die ruhigeren Südinseln mit dem malerischen Sandstrand von Sandur und den beeindruckenden Vogelklippen von Suðuroy lassen sich bei dieser Reisedauer ohne Zeitdruck in die Route integrieren.
Wie ist die Verpflegung geregelt?
Bei unseren Kleingruppenreisen ist die Verpflegung bereits zu großen Teilen im Reisepreis enthalten. Wir bereiten das Frühstück und einige Abendessen gemeinsam unter Anleitung der Reiseleitung zu. Zusätzlich ist ein besonderes Abendessen bei einer färöischen Gastfamilie inbegriffen, bei dem Sie einen authentischen Einblick in die lokale Küche und Kultur erhalten. An zwei Tagen essen Sie gemeinsam mit der Gruppe in einem Restaurant oder Bistro. Gericht und Getränke wählen und bezahlen Sie dabei individuell. Tagsüber, etwa während der Wanderungen organisieren Sie Ihre Verpflegung eigenständig vor Ort. Für Individualreisende ist das tägliche Frühstück in den Unterkünften inbegriffen. Tagsüber können Sie sich nach Belieben in gemütlichen Cafés, Imbissen oder mit einfachen Snacks für unterwegs verpflegen. Am Abend erwartet Sie entweder ein gastronomisches Angebot direkt in Ihrer Unterkunft oder Sie besuchen ein lokales Restaurant. In städtischen und touristisch gut erschlossenen Regionen wie Tórshavn und Vágar finden Sie eine Auswahl an Restaurants, in den ländlichen Regionen ist das Angebot dagegen eher begrenzt. Wir empfehlen Ihnen daher dringend, sich vorab zu informieren und rechtzeitig Tischreservierungen für das Abendessen vorzunehmen. Das allgemeine Preisniveau für Gastronomie und Verpflegung liegt etwa 30 bis 40 % über dem deutschen Durchschnitt und ist mit dem in Island oder Norwegen vergleichbar.
Ab wann sollte ich buchen?
Aufgrund der begrenzten Bettenkapazität auf den Färöern sowie der kleinen Gruppengröße unserer Reisen empfehlen wir eine frühzeitige Buchung – besonders für die Hauptsaison zwischen Juni und August sind gute Unterkünfte und Plätze in unseren Kleingruppenreisen oft schon viele Monate im Voraus ausgebucht. Dies gilt auch für Individualreisende, da die am besten gelegenen und beliebtesten Unterkünfte auf den Inseln oft schnell vergriffen sind. Nach Erhalt Ihrer Reisebestätigung wird zunächst eine Anzahlung von 20 % des Reisepreises fällig, die Restzahlung folgt dann erst 28 Tage vor Reiseantritt – Sie sichern sich Ihren Platz also bereits mit einem überschaubaren finanziellen Vorlauf. Wer besonders spontan reisen möchte, kann sich gerne bei uns nach kurzfristig verfügbaren Restplätzen erkundigen, sollte sich aber bewusst sein, dass diese auf den Färöern eher die Ausnahme als die Regel sind.