Tjörnin - Reykjavik
06.07.2022

Isländische Musik - Ólafur Arnalds

Snæfellsnes - Island
Schneebedeckte Berge wispern "For now I am winter"

Björk, Sigur Rós und Of Monsters and Men haben sich längt über den Ozean bekannt gespielt, doch es gibt darüber hinaus aus Island noch weitere beeindruckende musikalische Wunderkinder: Ólafur Arnalds vermag es, mit seinen meist akustischen Piano-Arrangements die Hörenden mit in die Sphären zu nehmen, in die sich seine vielschichtigen Stücke hochspielen. Einen kleinen Ausblick auf sein Werk mit einer unbedingten Hörempfehlung bekommt ihr heute hier …

Liebe musikbegeisterten Island-Fans!

Längst ist isländische Musik auch auf dem Festland angekommen. Björk ist aus der Musikszene schon sehr lange nicht mehr wegzudenken und Sigur Rós verkaufen mittlerweile weltweit ihre Platten und große Hallen aus. Nicht zuletzt haben Of Monsters and Man und Kaleo den Sprung über die Grenzen der kleinen Insel im Nordmeer auf den internationalen Musikmarkt geschafft und finden Fans auf der ganzen Welt. Dabei können all diese Artists nicht unterschiedlicher sein, bewegen sie sich stilistisch zwischen Pop, Avantgarde und Postrock. Einer der das klassische Feld (aber nicht nur!) bedient ist bereits seit mehr als 15 Jahren als Solokünstler aktiv und kommt immer wieder mit neuen wunderbaren Projekten um die Ecke, um nicht im musikalischen Einheitsbrei verloren zu gehen: Ólafur Arnalds

Dabei wurde ihm sein musikalisches Können bereits in die Wiege gelegt. Seit Kindesbeinen ist er musikalisch aktiv, hat bereits in mehreren Bands gespielt und sogar Musiktheorie und Komposition studiert. Die klassische Musikszene war ihm zu elitär, weshalb er das Studium abbrach. Doch das hat seinem Können keinen Abbruch getan, sodass 2007 sein erstes Soloalbum "Eulogy for Evolution" veröffentlicht wurde. Mit diesem war er darauffolgend als Support von Sigúr Rós unterwegs und erspielte sich so große Beliebtheit. 

Er vermischt auf eine einzigartige Weise klassische Arrangements mit Pop und Elektro, holt Klavier-Virtuosen wie Nils Frahm mit an die Tasten oder initiiert mit seiner unbändigen Kreativität wunderschöne Projekte. 2009 veröffentlichte er „Projekt Found Songs“, bei dem an sieben Tagen jeweils ein Song pro Tag aufgenommen und via Twitter und Facebook veröffentlicht wurde. Mit Alice Sara Ott arbeitete er am “Chopin Project”. Während seines 7-wöchigen “Island Songs”-Projekt nimmt er an 7 Orten und mit unterschiedlichen Künstlern aus Island, unter anderem in Flateyri mit der Musiklehrerin und seiner Cousine Dagný Arnalds oder in Garður mit der Sängerin Nanna Bryndis von Of Monsters and Men, unter anderem unterstützt mit Streicherarrangements, sieben Songs auf. Jeder einzelne Song erzählt dabei seine eigene Geschichte.

So wie auch Ólafur Arnalds in seinen Songs, egal ob mit oder ohne Gesang, eine eigene Geschichte erzählt. Manchmal voll mit Erinnerungen und Emotionen. Über Musik sagt er: „Music is not a one way street, it is a conversation where the listener's role is as important as the artist's. Well, here you can find my side of it all. What is yours?“

Neben seinem Solowerk ist er seit 2008 auch noch zusammen mit dem Färinger Janus Rasmussen mit seinem Synthy-Electropop Projekt Kiasmos auf ganz anderen Pfaden unterwegs. Außerdem geht er gerne Kollaborationen mit anderen Musikschaffenden ein. Seine neueste Zusammenarbeit ist mit der deutschen Künstlerin Josin, mit der er den Song „We Could Stay“ aufgenommen hat. Darüber hinaus komponierte er bereits mit dem britischen Künstler Bonobo, mit dem Australier RY X und vielen weiteren internationalen Künstlern. Ebenfalls komponiert er für verschiedene Bands Arrangements;  wie zum Beispiel für die deutsche Metalcore-Band Heaven Shall Burn oder die Postrock-Band 65daysofstatic

Warum nicht einfach bei eurer nächsten Individualreise nach Island die Playlist mit Ólafur Arnalds bestücken, sich mit Hilfe der Musik an den schönen Urlaub auf Island erinnern und sich über die endlosen Straßen und die isländische Weite mit seiner Musik tragen lassen?! Es lohnt sich auf jeden Fall, diesem einzigartigen Künstler Gehör zu schenken! 

Viel Spaß dabei wünscht euch euer contrastravel-Team

Foto Credit: Benjamin Hardman (source FKP Scorpio)

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Auditive und visuelle Eindrücke werden in Musik gebunden

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