Blog mit Informationen für und über Island-Reisen und andere Nordland-Reisen - Farm im Keldudalur

Lieblingsorte in Island – Sven erzählt von schönen Orten irgendwo im Nirgendwo

Djúpavík - Westfjorde
Djúpavík mit dem Haus-Wasserfall und -berg

Mit Svens Lieblingsorten in Island endet unsere Serie. Auch er bevorzugt die Einsamkeit auf der Insel im Nordmeer, wahrscheinlich wie viele andere. Denn Island ist bekannt für die unberechenbare Natur, die Menschenleere an den richtigen Orten und für die Kontraste zwischen Nordlichtern und Mitternachtssonne. Wohin es Sven am liebsten verschlägt, erzählt er euch hier …

Góðan dag liebe Island-Freunde, 

vor 25 Jahren verschlug es mich das erste Mal auf die Insel im Nordmeer und seitdem ist es um mich geschehen. Damals machte ich mich noch selbst als Reiseleiter mit kleinen Gruppen in Island auf den Weg. In der Zeit entstanden auch die ersten Ideen für eigene Reisen, die es bei uns seit 2005 als unsere Minigruppenreisen gibt. Von Zeit zu Zeit bin ich auch selbst nochmal als Reiseleiter mit von der Partie oder privat im Land unterwegs, wenn ich die Kontakte zu unseren Gastgebern pflege oder neue schöne Unterkünfte suche. Auf diesen Reisen versuche ich immer auch, meine Lieblingsorte zu besuchen.

Djúpavík - Westfjorde
Djúpavík aus der Vogelperspektive

Djúpavík / Westfjorde

Auf einer Straße die irgendwann hinter Djupavík ins Nichts führt, die hinter dem Schwimmbad Krossneslaug ein Ende hat – schon wenn man Holmavík verlässt, kommt es einem vor als würde man den letzten Weg ans Ende der Welt eingeschlagen haben. Von Hólmavík aus braucht man etwas mehr als eine Stunde bei normalen Witterungsverhältnissen, bis man die alte Heringsfabrik, das rostende Stahlgerüst eines Schiffs und die kleine Siedlung von Djupavík entdeckt. Im Sommer steckt diese Siedlung voller Leben, betreibt Eva dort das Hotel Djupavík. In den alten Öltanks der Heringsfabrik finden regelmäßig Ausstellungen statt und diverse isländische Bands, wie Sigur Rós und Ólafur Arnalds, haben hier schon ihre Videos gedreht. Das hier ist ein besonderer Ort, an dem Natur und Kultur in bizarrer Weise aufeinander treffen und die isländische Geschichte durch den Verfall besonders gut spürbar und erlebbar ist. 

Svarfaðardalur - Nord-Island
Svarfaðardalur im Winter

Skeið / Nord-Island

Weniger rauh und schroff kommt das Gästehaus Skeið im schönen Svarfaðardalur inmitten einer grandiosen Bergkulisse rüber. Im Sommer kann man hier den unzähligen Vögeln lauschen und im Winter bedeckt eine weichweiße Schneedecke das Tal. Hier leben Myriam und ihr Mann Ingimar, die sich im Sommer auch um unsere Minigruppen kümmern. Die deutsch-isländische Familie ist uns in all den Jahren zu Freunden geworden.

Raudinupur - Nordost-Island
Melrakkasletta am Raudinupur

Kap Rauðinúpur / Nordost-Island

Hierhin verirren sich nur wenige Menschen, somit ist das ein Ort der noch weitestgehend unberührt vom Bus-Tourismus geblieben ist. Zum Glück! Der abgelegene Ort auf der Nordhalbinsel Melrakkaslétta ist die Ruhe selbst! Bei einer Wanderung zum Leuchtturm inhaliert man die Ruhe Islands, trifft mit wachem Auge auf Relikte des einst aktiven Vulkanismus und kann im Frühjahr und Sommer Papageitaucher, Trottellummen und Basstölpel im Plausch erleben

Húsey - Ost-Island
Ein Farbklecks irgendwo im Nirgendwo: Húsey

Húsey / Ost-Island

Wie eigentlich alle Orte hier in meiner Liste, ist auch Húsey irgendwo im isländischen Nirgendwo. Hier findet sich vieles was man sich in Island wünscht: ein abgelegener Ort mit einfacher aber gemütlicher Unterkunft, eine Pferdefarm mit Reitangebot für Reiter/innen aller Erfahrungsstufen, wo auch ich mich auf ein Islandpferd getraut habe. Und ich habe mich außergewöhnlich wohl dabei gefühlt. Húsey liegt am Ende einer langen Stichstraße durch die Flusslandschaft Hróarstunga, ein traumhafter Ort zum Reiten über Salzwiesen zwischen Dünen, Flussufern und Meer, am Horizont begrenzt von den Bergen der Ostfjorde. Außerdem ist Húsey ein Gebiet für unerschrockene Vogelfreunde, denn hier brütet der arktische Skua und viele andere flachbrütende Vogelarten, die ihre Nester und Brutgebiete sehr vehement verteidigen. Auf den Sandbänken kann man oft Robben beobachten. Auf jeden Fall ein Tipp für Individualreisende und / oder Reitfreund/innen, denn hier kann man wunderschöne Ferien mit dem Islandpferd verbringen. 

Húsey ist außerdem ein besonderer Ort für mich, weil der damals hier allein lebende Farmer Örn, die erste längere Station auf meiner ersten Island-Reise 1994 war und eine lange, beständige Freundschaft nach sich zog. Leider ist Órn mittlerweile verstorben. 

Neben unseren Minigruppen, auf denen ihr einige dieser Orte auch erleben könnt, bleibt euch bei unseren Individualreisen je nach Route die freie Wahl, ob ihr diesen Orten einen Besuch abstattet. 

Abgesehen von dieser kleinen Auswahl ist Island auch nach über 25 Jahren Reiseerfahrung für mich nach wie vor ein faszinierendes Land, in dem ich bei jedem weiteren Besuch mit etwas Zeit weitere Lieblingsorte entdecke. 

Ein schönes Schlusswort für eine schöne Blog-Reihe. Vielen Dank fürs Lesen. Lasst uns gern wissen, welche Orte ihr in Island gern sehen wollt. 

Verið blessuð liebe Nordland-Freunde, Euer contrastravel-Team

Djúpavík - Westfjorde
Djúpavík - Westfjorde
Skeið - Nord-Island
Svarfaðardalur - Nord-Island
Raudinupur - Nordost-Island
Raudinupur - Nordost-Island
Húsey - Ost-Island
Húsey - Ost-Island

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