27.06.2023

Reisen in Island - Drohnen in Island


Hochland - Island Tobias Ohmann
Blick in die Weite

Island ist das Paradies für naturliebende Reisende. Die Insel ist natürlich auch unter Fotografierenden sehr beliebt. Aktuell gehört dabei die Nutzung einer Drohne zum must have. Doch es gibt ein paar Dinge die man für die Nutzung einer Drohne in Island beachten muss, damit auch die Menschen um euch herum eine schöne Islandzeit haben und Mensch und Natur dennoch geschützt sind. Wir erklären euch hier heute welche das sind …

Liebe Reise-Interessierte,

Wer in Island schonmal unterwegs war, dem sind sicherlich Schilder aufgefallen, auf denen Drohnen zu sehen sind. Egal ob Flugverbot oder –gebot, es gibt ein paar wichtige Dinge auf die ihr achten solltet, wenn ihr eure Drohne mit nach Island bringen wollt. 

Darf ich meine Drohne mit nach Island nehmen?

Die Antwort kann nicht einfach beantwortet werden also starten wir mit „Ja, aber“. Wenn ihr eine Drohne mitbringt, die unter 250g schwer und nicht mit Sensoren zur Erfassung personengebundener Daten ausgestattet ist (wie Kamera und Mikrofon), muss diese nicht registriert werden. Alle anderen müssen angemeldet werden.

Die Drohne ins Handgepäck oder ins Aufgabegepäck?

Laut Fluggesellschaft Icelandair darf die Drohne ins Handgepäck, wenn sie den Abmessungen des Handgepäcks entspricht: 55 x 40 x 20 cm und die dazugehörigen Akkus genehmigt wurden. 

Im Aufgabegepäck darf die Drohne befördert werden, wenn diese sicher verpackt ist und die Maße 158cm Kantenlänge und 23kg nicht überschreitet. Die Akkus müssen genehmigt werden und separat verpackt werden.

Mehr Infos zu den erlaubten Akkus und die Beförderung dessen findet ihr hier.

Was muss ich beachten, wenn ich in Island meine Drohne fliegen lassen will?

Die maximale Flughöhe beträgt 120m über Grund und darf nur in Sichtweiter geflogen werden. Der isländische Verkehrsverband fordert eine Versicherung der Drohne. Innerhalb von Ortschaften darf das maximale Abfluggewicht nicht mehr als drei Kilogramm sein. Außerhalb von Ortschaften sind Flüge bis zu einem Gewicht von 25 Kilogramm zulässig. Für gewerbliche Nutzer gibt es Sondernutzungsrechte. Du musst deine Drohne mit deinem Namen, Anschrift, deiner Telefonnummer und der UAS-Betreibernummer beschriften. 

Es muss ein Sicherheitsabstand von mindestens 2 Kilometern zu isländischen Flughäfen mit Linienflugverkehr gehalten werden. Für alle anderen Kleinflughäfen mit unregelmäßigem Flugbetrieb gilt ein Verbotszone im Radius von 1,5 Kilometern. Die minimale Entfernung zu öffentlichen Gebäuden muss 150 Meter betragen. 

In Nationalparks sind Flüge generell nur mit Genehmigung durch die Parkverwaltung möglich. Hier gibt es z.B. ein Antragsformular für den Vatnajökull Nationalpark

Ansonsten dürfen in Brutgebieten (z.B. Vogelfelsen), über Menschenansammlungen, über Häusern, über Fahrzeugen und über Einsatzorten von Sicherheitsorganisationen (z.B. Polizei, Feuerwehr etc.) Drohnen nicht betrieben werden.

Hier ist kein Drohnenflug erlaubt:
über Menschenmengen
in der Nähe von Flughäfen mit Linienverkehr
in der Nähe von Privathäusern und öffentlichen Gebäuden
über 120 Meter
außerhalb der Sichtlinie des Piloten
über Brutgebieten (Vogelfelsen)
über Fahrzeugen
über Einsatzorten von Sicherheitsorganisationen (Polizei, Feuerwehr)
Nationalparks wie Snæfellsness, Vatnajökull, Þingvellir

Eine Übersicht über Flugverbotszonen und Vogelschutzgebiete findet ihr hier:

Just don’t
Fliege NIEMALS über Tiere oder treibe sie NIEMALS vor dir her!
Fliege NIEMALS an Klippen, wo Papageientaucher oder andere Vögel nisten und brüten
Fliege NIEMALS über offensichtlichen Privatgrund und respektiere die Pravatsphäre. 

Wenn ihr euch an diese praktischen Tipps haltet, werdet ihr das wunderschöne Erinnerungen mit nach Hause nehmen. 

Habt ihr Fragen zu unseren Reisen? Dann meldet euch bei uns. 

Wir freuen uns von euch zu hören. 
Euer contrastravel-Team!

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