Blog mit Informationen für und über Island-Reisen und andere Nordland-Reisen - Farm im Keldudalur

Abseits der Ringstraße Islands - Westfjorde

Rauðasandur - Westfjorde
Eine Besonderheit in den Westfjorden - zimtfarbener Strand

Heute machen wir uns auf den Weg in eine besondere Region Islands: die Westfjorde. Das Leben scheint hier noch etwas anders zu laufen, alle kennen alle und passen aufeinander auf. Das ist auch manchmal notwendig, denn das Wetter in den Westfjorden ist oft rau und besonders die Winter sind auf Grund der geringen Helligkeit hart. Doch die hellen Sommernächte sind unumstößlich das Schönste was man in Islands Westfjorden erleben kann. Welche Wege man am besten beschreiten oder auch vermeiden sollte, erfahrt ihr heute von uns …

Góðan daginn liebe Island-Fans,

Die Westfjorde gehören zu der Region Islands, die am weitesten weg von der Ringstraße ist. Somit hat sich diese Region auch weitestgehend seine Ursprünglichkeit bewahrt. Die Menschen von den Westfjorden leben noch heute zumeist von Landwirtschaft, Fischerei und dem Tourismus. Letzteres hält sich aber vergleichsweise noch in Grenzen, denn die Straßen sind hier nicht alle gut ausgebaut, zum Großteil sogar einfache Schotterstraßen mit oft auch großen Schlaglöchern. Doch wer braucht schon gut ausgebaute Straßen, wenn man dafür unberührte, wilde Natur erleben kann!?

Im Südwesten der Westfjorde befindet sich beispielsweise mit Látrabjarg eine der höchsten Vogelklippen der Welt. Auf den bis 450m hohen Felsen finden Millionen Seevögel wie Papageitaucher, Lummen und Alke im Winter ein Zuhause und bieten Besuchern ein einmaliges Beobachtungserlebnis. Auch Robben sind unterhalb der Klippen nicht selten zu beobachten. Da die Westfjorde eine der ältesten Regionen der Insel sind und die Erde unter diesem Teil kaum Vulkanismus und nur an wenigen Orten geothermale Energie freisetzt, findet man hier auch die in Island seltenen aber nicht minder schönen weißen bzw. goldgelben Sandstrände. Diese bilden oft eine wildschroffe  Kulisse mit massiven Tafelbergen und grünen unbewohnten Tälern. Der bekannteste zimtfarbene Strand ist Rauðasandur, was so viel heißt wie roter Strand. Diesen erreicht man über eine ziemlich schlecht in Stand gehaltene Straße 614 am besten in einem Allradfahrzeug. Schaut euch vorher aber die Ebbe- und Flutzeiten an, damit ihr den Strand auch seht.

Die Wege in den Westfjorden sind meist weit, da man zum einen auf den beschriebenen schlechten Straßen unterwegs ist und zum anderen weil man die Straßen der kompletten Fjorde entlangfahren muss. So dauert eine Strecke von Holmavík nach Ísafjörður gute 2,5 Stunden, obwohl die Luftlinie zwischen den Ortschaften nur 78 km beträgt. Dafür findet man an den Fjordenden meist schöne Wanderwege, auf denen euch höchstens ein Schaf begegnet. Das Strandir-Gebiet im Norden der Westfjorde ist weitestgehend unbewohnt und zu einem großen Teil ein Nationalpark und nur zu Fuß erkundbar. Hier kann man im Sommer schöne Wanderungen mit Sack und Zelt unternehmen, findet darüber hinaus aber nur in der Natur Essbares. Angeblich soll man übrigens von den Westfjorden aus auch Grönland sehen können, das ist allerdings auf Grund der Erdkrümmung gar nicht möglich.

Auch wenn die Westfjorde nicht dicht besiedelt sind, gibt es dort auch allerhand Aktivitäten, die man neben dem Wandern unternehmen kann. In Flateyri solltet ihr unbedingt mit Siggi und seinen Kajaks rausfahren in den schönen Fjord mit der schönsten Kulisse. Ebenfalls Kajak- oder auch Skitouren und geführte Wanderausflüge könnt ihr mit den in Ísafjörður ansässigen Borea Adventures unternehmen. Habt ihr Lust, einen einsamen Fjord mit dem Rad zu erkunden? Oder hoch zu Pferd? Dann freuen sich Wouter und Janne vom Simbahollin über euch! In ihrem hübschen Café gibt es auch die besten belgischen Waffeln in den Westfjorden. 

An manchen Orten in dieser Region hat man übrigens das Gefühl am Ende der Welt und der letzte Mensch auf dem Planeten zu sein, vor allem wenn man den Schotterstraßen für Allradfahrzeuge folgt. So solltet ihr, Bildudalur hinter euch lassend, der 619 folgen und dort anhalten wo ihr es am schönsten findet. Dort wo die Straße endet, findet ihr den Hof Selárdalur des Künstlers Samúel Jónsson, der dort seiner naiven Kunst ein Denkmal gesetzt hat. Von dort lässt sich im Sommer auch wunderbar die nicht untergehende Sonne beobachten. 

Die Westfjorde finden sich natürlich auch in unserem Programm wieder. Wenn ihr mit dem Mietwagen diese Region erkunden wollt, so empfehlen wir euch die "Magische Runde durch Island!" und die "Mystische Runde durch Island". Wer lieber in Gruppen unterwegs ist, dem legen wir unser Minigruppenreise "Wandern in den Westfjorden Islands" besonders ans Herz. Ebenfalls den Westen und die Westfjorde Islands ergründend kann man auf der Gruppenreise "Westfjorde & Snæfellsnes". Wer sich besonders sicher im Sattel und hoch oben auf dem Islandpferd fühlt, der sollte sich die Reittour "Svaðilfari - Wanderreiten im alten Stil" nicht entgehen lassen . Hier geht die 8-tägige Reittour auf alten Post- und Reitpfaden und sogar über den einzigen Gletscher der Westfjorde.

Wie ihr seht, gibt es selbst in dem Teil Islands genug zu entdecken und kann man sehr viel Zeit dort verbringen. 

Wart ihr schon in den Westfjorden? Habt ihr Fragen dazu? Dann meldet euch gerne über unser Kontaktformular oder über info@contrastravel.com

Við sjáumst, liebe Nordland-Freunde, Euer contrastravel-Team

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